Klaus Peukert »
26 Januar 2007 »
in Broterwerb »
Hui, immer noch Januar und schon der zweite Beitrag hier, scheint ja wieder Leben in die Bude zu kommen... Naja, wie auch immer, kennt Ihr die lustigen und allseits bekannten russischen Souvenirs namens Matr(j)oschka? Ähnlich wie diese "Multi-Tier"-Puppe fühl ich mich grad. Warum? Nuja, wieviel Terminalserver-Verbindungen (per RDP, also sind wir bei Windows, jaja) kann man schachteln/stacken?
Jede Menge, denn erst auf den per OTP gesicherten "Einwahlterminal"-Server, dann zum firmeninternen Terminal, dann zu nem anderen internen Server, zurück, zum Kundenserver, dort wiederum auf nen anderen Server im Kundennetz. Letztens hab ich gelesen, wie dieser rekursive Bildereffekt heißt (Ein Fernseher, der sich selbst anzeigt usw, you get it), ob man das so auch hinbekommt?
Und ob der von mir beobachtete Matroschka-Effekt "stark" genug ist, ein Fachbegriff der Informatik zu werden? Zu nem eigenen Usenet-Law (kennt Ihr noch Usenet?) und Erwähnung desselben in der Wikipedia hats ja immerhin auch schon gelangt. Andere, neue FdI's gibts seit neuestem übrigens auch bei zugschlus.
Klaus Peukert »
20 Oktober 2006 »
in Broterwerb »
Ich will die leidige Geschichte nicht unsinnig ausdehnen, der intrigante Haufen bei Job#2 gab mal wieder mehr als genug Anlaß zum Tischkantenbeißen. U.u. war es ein (angeblich) datenschutztechnisches/-rechtliches Desaster als wir uns erdreistet haben mal eine zentrale Liste aller Studenten inkl. Ihrer Matrikelnummern abzulegen. Auweia, ein Sturm der Entrüstung, insb von Lieblings-Blondchen.
Nachfragen, warum genau mann das denn (intern und nur für Mitarbeiter zugänglich) eine solche Liste nutzen dürfte blieben unbeantwortet, dafür wirde hochtechnologisch in Excel die Spalte ausgeblendet und das Passwort ('leipzig'...) per Klartext-mail durchs Haus gejagt. Aber ich hab das nicht umsonst nicht gebloggt, ich fang schon wieder an mich zu ereifern. Lassen wir das also. Alle anderen doof und ignorant, business as usual.
Der Hammer aber gestern: Vorm Saal des Hohen RatesWWSenats ein Poster eines der Unibegründer. Ich komm erstmal dazu mir das mal durchzulesen. Darauf ein Auszug aus dem Matrikelbuch, inkl. aller persönlichen Daten und der Satz "Prof. Dr. Schlagmichtot, der Begründer von Job#2, mit Matrikelnummer 43 einer der ersten Studenten" usw. OK, die Daten sind von pre 1900 aber egal.
Auf alle Fälle sind solche Querschüsse (ein anderer, aktuellerer kommt hier noch) der Auslöser mal etwas ernsthafter über das "Leben ab 30" nachzudenken... Dieses inkonsequente, bigotte Getue hier im Haus ist echt zum Kotzen. Seit der alte Chef weg ist und seine frühere Assistentin zur Prokuristin aufgestiegen sind gehts menschlich hausintern bergab. Sie mein anderer Beitrag (yet to come).
Klaus Peukert »
15 September 2006 »
in Broterwerb »
345678XX
Das war eben das generierte Einmalpasswort, was ich zum Zugriff auf Job#1 von außen benötige. Sehr zufällig ;-)
Klaus Peukert »
12 September 2006 »
in Broterwerb »
Der schonmal erwähnte Kunde mit dem häßlichen Server treibt seine Spielchen munter weiter. Der nun besser aussehende Server ist jetzt zu laut. Ja, ein Server. Zu laut. In echt, kein Witz, no joke. I'm not making this up. Das ein Server mit 2 Netzteilen, zig Extralüftern u.ä. laut(er) sein
*muß*, daß vermag (oder will) dem Kunden offenbar keiner zu erklären. Das allerbeste: Der Geräuschpegel ist (u.a.) so hoch, weil das 19"-Rack offen ist! Die Seitenwand ist entfernt und die Vordertür geöffnet. Und es ist halt zu laut.
Was will der Kunde damit bezwecken? ? Job#1 provozieren bis man sagt "Ohne uns in Zukunft"? Der Kunde kommt doch vor Lachen nicht in dne Schlaf wenn solche Ansinnen durchgehen. Es gibt keinen leisen *Server*. Leise *PCs*, ja, aber keine *Server*. Man mag da nur noch weinen. Bloß gut, daß dieser Kelch (noch) an mir vorübergeht. Ansonsten wäre das wohl mal ne Gelegenheit zu testen wie Cheffe reagiert wenn man sagt "Diesen Blödsinn mache ich nicht mit". Alternativen anyone?
Warum aber die Chefs das mitmachen (und dabei auf so abstruse Ideen kommen wie einen fertig konfektionierten 1HE-Server auseinander zu rupfen und in ein 4HE-Gehäuse zu bauen) frag ich mich wirklich. Ich hätte dem Kunden schon bei seiner "Der Server ist häßlich, den mag ich nicht"-Reklamation den Stinkefinger gezeigt, allerspätestens aber jetzt (unter besonderer Berücksichtigung des offenen Racks). Man sollte als Dienstleister nicht alles mit sich machen lassen und das geht IMHO deutlich über Kundenrechte oder -service hinaus.
Klaus Peukert »
01 September 2006 »
in Broterwerb »
Bei Job#2 wird ein neuer Studiengang eingeführt. Die Studenten werden in der Fachabteilung mit einer selbstentwickelten (mein Verbrechen an der Informatik) Software verwaltet. Für den neuen Studiengang ist das Projekt neue Software in den letzten Zügen. Wir haben sogar an "das große Bild" gedacht und die neue Software ist der erste Baustein eines komplexeren, abteilungsübergreifenden Gebildes von Eigenbau-Software, Warenwirtschaft, Bibliothekssystem usw. Eine Hauptnutzerin des neuen Moduls hat gestern den Vogel abgeschossen.
Mittwoch war Meeting und wir sind die Software und die noch vorhandenen Ecken und Kanten durchgegangen (große konzeptionelle Probleme gibt es nicht, lediglich bisserl Kosmetik und minor bugs). Eine bestimmte Funktion (Druck einer bestimmten Liste) war Top-Priorität. Der Druck selbst haute hin, aber im Verwalten der Vorlesungen gab es einen Bug, der das (korrekte) Speichern verhinderte. Es hieß "Das geht morgen". 15:22 erhalt ich (an dem Tag ganztägig bei Job#2) ne Mail wann das denn gehen würde.
"Mitarbeit" vollständig lesen
Klaus Peukert »
29 August 2006 »
in Alltagsbeobachtungen, Broterwerb »
Bei zugschlus habe ich etwas über das Benutzerinterface von Aufzügen gelesen. Hier was von mir. Job#1 ist in der obersten Etage eines Bürogebäudes, in dem neben einem Bürgeramt der Stadt hauptsächlich Arztpraxen sitzen. Es gibt einen Aufzug. Der ist, wie bei zugschlus bemerkt, durchaus intelligent. D.h. ich drücke "Nach unten" wenn ich von Etage 5 in Etage 1 will bzw. "Nach oben" wenn ich vom EG ganz nach oben will. Das entbehrt nicht einer gewissen Logik, wobei viele Leute das anders sehen und dem Lift sagen, in welche Richtung er fahren soll um sie einzusammeln.
Der Fahrstuhl ist dann so schlau und nimmt mich bei der nächsten Vorbeifahrt in "Wunschrichtung" mit. Eigentlich ganz OK. Nun passiert regelmäßig folgendes: Oma will von E2 nach EG. Drückt beide "Knöppe". Ich steh in E1 und will nach E5. Der Lift hält, ich steige ein. 2m weiter oben halten wir und nehmen Ömchen auf. Die ist ganz verwundert "Wie, es geht nicht nach unten?". Der Lift fährt nun hoch in E5, ich steig raus, Ömchen fäöhrt runter und hält noch mal in E2 (um Ömchen aufzunehmen, die aber längst drin ist...). Das ist so (inkl. verschiedener Varianten täglich zu beobachten)
$SCHLECHTEN_VERGLEICH zwischen Fahrstuhl und ÖPNV gelöscht.
Es ist wirklich die Ausnahme, wenn man vom EG bis in E5 fährt, ohne das irgendwo jemand einsteigt, der eigentlich nach unten will. Gern genommen ist auch der "Wiederholungsdrücker", der aller 5sec den Anforderungsknopp (beide!) behämmert, damit der Aufzug schneller kommt. Bei sowas laß ich den Typen gern nach oben einsteigen und wart mit breitem grinsen, bis er wieder aufschlägt und mich mitnimmt :-) Ebenfalls beliebt das "Ich drängel mich noch schnell rein, weil ich keine Minute warten will und ich trotz bester Konstitution zum Augenarzt in der 2. Etage mit Lift fahren will". Das triggert je nach "Drängelzeitpunkt" folgenden Bug im Aufzug:
Ist die Tür bereits hinreichend weit genug zugegangen wird der "Fahrtwunschspeicher" des Lifts gelöscht nachdem der Drängler den Sicherheitstüröffnungsmechanismus ausgelöst hat. D.h. alle Fahrtwünsche, sowohl im Lift selber als auch in den einzelnen Etagen sind weg, alles auf Anfang. Wenn man das nicht weiß/beachtet steht man etwas dämlich da (wenn man nämlich vergisst rechtzeitig sein Ziel anzugeben). Man kann dies aber wenigstens nutzen um Scherzbolde ins Leere laufen zu lassen, die beim Ausstieg alle Etagen "markieren".
Klaus Peukert »
29 August 2006 »
in Alltagsbeobachtungen, Broterwerb »
Es ist zwar heute Dienstag aber gestern hatt ich frei also ist heute mein Montag dieser Woche. Umso passender als mein Feedreader mit folgendes präsentierte, es ist frappierend passend zum aktuellen Wetter und zur aktuellen Situation hier.
Es ist ein typischer Tag im August: kühl, regnerisch, feindlich. Auf dem Weg ins Büro haben Sie zwei Schulkinder überfahren, im Autoradio liefen die Rolling Stones, und auf Ihrem Parkplatz steht ein häßliches Spoilerauto mit einem fetten Arsch drin. Kaum im Büro, nervt Sie Ihre uralte Sekretärin mit irgendwelchem Papierscheiß, der Kollege ist bereits so betrunken, daß er sich kaum noch auf den Beinen halten kann, und dann ruft auch noch Mutti an...
Falsche Reaktion: Sie nehmen die vorsorglich mitgebrachte Axt und sorgen für 20 Jahre mit anschließender Sicherheitsverwahrung
Richtige Reaktion: Sie fragen den betrunkenen Kollegen, ob noch was da ist, und dann wird es noch ein richtig schöner Tag
So wies grad bei Job#2 "rund geht" wär das echt passend. Dazu später mal evtl. mehr, das ist zuviel für nen Eintrag, das muß ich erstmal kondensieren. Irgendwo stand hier noch Rum rum. Wär was zum Kaffee aufhübschen.
Gefunden übrigens bei kanzlei-hoenig.de, dort in der Titanic aufgeschnappt.
Klaus Peukert »
17 August 2006 »
in Broterwerb »
Hier bei Job #2 kommt offenbar in Bälde ein neuer Lehrstuhlinhaber an. Mein Boss "verhandelt" gerade über die Grundausstattung. Neuprof hatte ein Selbstbau-Rechner bei Alternate zusammengestellt. Boss "kontert" mit einem Standard-PC bzw. einem dem Eigenbau ähnlichen Angebot, beide von Job #1. Immerhin wären so Serviceleistungen über den bekannten Partner und nicht über den Online-Kistenschieber abzuwickeln (und irgendwann knallt halt jede Festplatte oder Netzteil durch).
Davon abgesehen, daß in nem vernünftigen Laden der Typ ne Kiste vorgesetzt bekäme und fertig: Wozu braucht man als BWL-Prof eine Kiste mit 2GB RAM am Desktop? Für Framemaker, Visio, Office und Internet? Nie und nimmer nicht. Das beste kommt aber noch. Neuprog hat sich grad zwei Seiten lang "ausgeweint" und verliert sich in Details, warum denn kein Intel Core Duo Prozessor angeboten würde, die PCIe-Graka bitte passiv gekühlt sein soll und ähnlicher technikverliebter Schnickschnack.
Vista-tauglich und für die nächsten 3 Jahre zukunftssicher sollte es auch sein. Ja klar. Sollte das dem BWL-Professor nicht scheißegal sein, was da unter der Haube läuft? Obendrein: Hat der nix zu tun, zu forschen, zu lehren oder so, daß er sich in solchen Details ergehen kann? Hat seine (Frei)Zeit keinen monetären Gegenwert? Ist dieses Aufgeilen an (für seine Aufgaben) unwichtigen Details denn die 100 EUR Ersparnis überhaupt wert (wenn mans mal am Kaufpreis festmacht)? Aber das verstehen wenige. Zeit hat halt doch irgendwie immer nen Wert und meine Zeit ist mir solcherlei Detailverliebtheit nicht (mehr) wert.
Klaus Peukert »
17 August 2006 »
in Broterwerb »
Ich habs (leider/glücklicherweise) nur am Rande mitbekommen. Kunde bei Job #1 bestellt neuen Server, irgendne halbwegs vernünftige HP-Kiste im Standgehäuse. Kollege bereitet das Ding komplett vor. Server wird ausgeliefert und vom Kunden bemängelt/zurückgegeben/nicht abgenommen weil "die Optik nicht gefällt"...
WTF? Häh? Der Kunde kriegt nen sauteuren Server und will den dann nicht mehr weil er nicht hübsch genug ist? Das alleine ist ja krank genug, aber das meine Chefs da mitmachen und nach Alternativen suchen (entweder nen potemkinschen Eigenbauserver aufsetzen oder nen hübscheren Server bestellen), das kapier ich auch nicht.
Glücklicherweise fehlen mir genug Details, so daß ich mir darüber keinen Kopp machen muss. Dinge gibts.
Klaus Peukert »
07 August 2006 »
in Broterwerb, Netzwelt »
Ich hab ja hier schon paar mal über den (glücklicherweise nicht alltäglichen) Wahnsinn bei meinen Brötchengebern berichtet. Insb. erwähnte ich kürzlich auch, daß ich der Meinung bin, daß in unserer Branche kein Problem so wichtig ist, daß es nicht auch paar Minuten/Stunden liegen bleiben könne, schließlich arbeiten wir nicht im OP und von unserem Handeln hängt auch kein Menschenleben ab oder so.
Der CC-Agent beim DairyInsanity-Blog (lesenswerte Geschichten über den unglücklicherweise täglichen Hotline-Wahnsinn) hat vorhin ne Geschichte gebloggt, die das schön deutlich macht:
Gestern brach mir eine Frau am Telefon fast in Tränen aus. Das Gespräch
hatte ganz belanglos mit einigen Fragen zur Bedienung ihres MP3-Players
begonnen. Der, den Ihr Mann ihr vor einem Monat geschenkt hat. Zum
2-jährigen. Mit den ganzen Liedern drauf, die an dem Abend im Radio
liefen, als Sie sich das erste mal zu einem Date verabredeten und auf
einer Wiese irgendwo in Bayern bei Kerzenlicht Wein tranken.
Und dieser Mann liegt jetzt nach einem Motorradunfall im Koma.
Womit mal hoffentlich auch dem letzten klar sein sollte, wie unwichtig die meisten unserer alltäglichen (EDV-)Probleme sind und wie wichtig wir sie manchmal bzwl. leider viel zu oft nehmen bzw. wie wichtig wir sie uns von Dritten (Kunden, Vorgesetzten, Lieferanten etc.) machen lassen. Viel zu wichtig. Was ist ein Vormittag ohne E-Mail gegen das von oben? Ein Scheißdreck.
Also, meine lieben Freunde da draußen in der Prärie: Laßt Euch nicht stressen und stresst Euch und Eure Mitmenschen nicht. Denkt immer daran, wohin das Problem eingeordnet gehört. Meistens nicht dort, wo der Gegenüber es grad (viel zu hoch) hinhängt.