Themenwechsel: Abmahnung
Hab glücklicherweise noch keine bekommen. Aber beim Lesen der ganzen geschichten der letzten Tage und Wochen und dem teilweise absurden irrsinn, der da verlangt/gefordert/gemacht/geurteilt wird stellt sich mir eine Frage: Warum kann man sich angeblich gegen eine Abmahnung mit (insb.) überhöht angesetztem Streitwert nicht wehren? Mal mit den Gedanken gespielt:
Der Betreiber (Admin-C) einer Webseite wird offensichtlich unberechtigt abgemahnt. Lassen wir ihn im konkreten Fall weder Kenntnis noch Verantwortung für die illegalen Dinge haben (bspw. ein Kommentator im Gästebuch verlinkt zu einer Seite, von der aus man (über weitere Klicks) an illegale Inhalte kommt, deren Illegalität dem Betreiber nicht erkennbar ist (Urheberdinge o.ä)).
Die Abmahnung wird mit Streitwert $SEHRHOCH angesetzt, entsprechend fallen $MÄCHTIGGEWALTIG Anwaltskosten an. Warum kann man jetzt nicht den beanstandeten Link entfernen (wenigstens um des lieben Friedens Willen), eine (entschärfte) Unterlassungserklärung abgeben (dito), sämtliche Kostenforderungen aber zurückweisen.
Warum soll ich mich nicht einfach verklagen lassen können, wenn im Prozeß dann rauskommen wird, dass die Abmahnung ungerechtfertigt war, der Streitwert überhöht und die Verantwortung des Abgemahnten gleich Null war? Ich mein, der Abmahner will ja Kohle von mir (in vielen Fällen ja auch zu Recht, Geschäftsführung ohne Auftrag usw.). Aber wenn die Abmahnung einfach nur absurd und unsinnig ist?
Es kommt hier sicher immer wieder auf den Einzelfall an (die Sache mit Haftung von Forenbetreibern für Links is ja noch in der Schwebe), aber warum kann sich der "Abgemahnte" bspw. bei einem Fall wie hier bzw. hier beschrieben nicht zurücklehnen und die mal klagen lassen?
Matrikelnummern
Ich will die leidige Geschichte nicht unsinnig ausdehnen, der intrigante Haufen bei Job#2 gab mal wieder mehr als genug Anlaß zum Tischkantenbeißen. U.u. war es ein (angeblich) datenschutztechnisches/-rechtliches Desaster als wir uns erdreistet haben mal eine zentrale Liste aller Studenten inkl. Ihrer Matrikelnummern abzulegen. Auweia, ein Sturm der Entrüstung, insb von Lieblings-Blondchen.
Nachfragen, warum genau mann das denn (intern und nur für Mitarbeiter zugänglich) eine solche Liste nutzen dürfte blieben unbeantwortet, dafür wirde hochtechnologisch in Excel die Spalte ausgeblendet und das Passwort ('leipzig'...) per Klartext-mail durchs Haus gejagt. Aber ich hab das nicht umsonst nicht gebloggt, ich fang schon wieder an mich zu ereifern. Lassen wir das also. Alle anderen doof und ignorant, business as usual.
Der Hammer aber gestern: Vorm Saal des Hohen RatesWWSenats ein Poster eines der Unibegründer. Ich komm erstmal dazu mir das mal durchzulesen. Darauf ein Auszug aus dem Matrikelbuch, inkl. aller persönlichen Daten und der Satz "Prof. Dr. Schlagmichtot, der Begründer von Job#2, mit Matrikelnummer 43 einer der ersten Studenten" usw. OK, die Daten sind von pre 1900 aber egal.
Auf alle Fälle sind solche Querschüsse (ein anderer, aktuellerer kommt hier noch) der Auslöser mal etwas ernsthafter über das "Leben ab 30" nachzudenken... Dieses inkonsequente, bigotte Getue hier im Haus ist echt zum Kotzen. Seit der alte Chef weg ist und seine frühere Assistentin zur Prokuristin aufgestiegen sind gehts menschlich hausintern bergab. Sie mein anderer Beitrag (yet to come).
