Deutschland, ein Winter^We Servicewüste

Klaus Peukert » 24 Mai 2006 » in Alltagsbeobachtungen, Privates, Sohnemann » 0 Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Dienstag, den 16.5 brachte meine Lebensgefährtin den Kinderwagen unseres Sohnes zu Ihnen, um einen "Platten" reparieren zu lassen. Soweit nix ungewöhnliches. Das benötigte Ersatzteil (ein 10"-Schlauch) war bei Ihnen nicht auf Lager und mußte bestellt werden. Soweit auch nix ungewöhnliches. Ungewöhnlicher schon eher, daß meine Lebensgefährtin Vorkasse leisten musst und keine Quittung/Rechnung bekam. Ungewöhnlich dann leider, daß der benötigte Schlauch trotz Bestellung durch Sie weder am nächsten oder übernächsten oder überübernächsten Tag geliefert wurde. Der Wagen verblieb so lange bei Ihnen, er war ja denk des Plattens auch nutzlos. Meine Lebensgefährtin und ich wurden jeden Tag auf den jeweils nächsten vertröstet. Das Wochenende mußten wir uns ohne Kinderwagen behelfen, was eher schlecht als recht ging. Unsere Ausflugspläne konnten wir dadurch nur bedingt umsetzen.

Auch am Montag (fast eine komplette Woche nach "Einlieferung") darauf war noch kein Schlauch da, er würde jetzt "zum dritten Mal" bestellt. Der versprochene Rückruf am nächsten Morgen blieb aus. Erst auf Nachfrage meiner Lebensgefährtin am Nachmittag erfuhren wir, daß der Schlauch nun geflickt wurde und der Wagen abgeholt werden könne. Bei Abholung erfuhr ich dann, daß der Schlauch defekt geliefert wurde. Geld zurück gab es ohne Umstände, allerdings wohl nach dem "pi mal Daumen"-Prinzip. Daß Ihr Unternehmen prinzipiell "Flickschusterei" ablehnt und defekte Schläuche austauscht, statt sie zu flicken ist nur zu verständlich und sinnvoll. Unverständlich ist mir allerdings, warum es eine geschlagene Woche dauern muß und einen defekt gelieferten Schlauch benötigt, bis Ihr Mitarbeiter auf die Idee kommt, den defekten Schlauch erstmal zu flicken, um die Verfügbarkeit der Kinderwagens wieder herzustellen.

Dies hätte man doch sicher spätestens zwei Tage nach Einlieferung machen können. Nein, sogar müssen wie ich finde. "Sie brauchen den Wagen doch sicher, deswegen flick ich Ihnen fix den Schlauch, bestell einen neuen und ruf Sie an wenn der da ist. Dann bringen Sie den Wagen kurz vorbei und ich zieh den neuen Schlauch schnell auf". Das wäre in meinen Augen ideal gewesen. Leider lief es nicht so kundenfreundlich ab. Eher im Gegenteil. Meine Lebensgefährtin mußte Vorkasse leisten, die versprochene (und bereits bezahlte) Leistung wurde eine Woche lang nicht erbracht, dann auch nur teilweise. Wir wurden täglich vertröstet, versprochene Rückrufe blieben aus. Desweiteren hätte ich es für absolut selbstverständlich erachtet (erst recht nach der langen Wartezeit), daß die anderen drei Reifen auch mal mit aufgepumpt worden wären. Leider passierte dies nicht, und das obwohl es meiner Lebensgefährtin zugesichet wurde.

Ich kann und möchte Sie natürlich nicht für die Lieferschwierigkeiten Ihres Lieferanten verantwortlich machen. Aber spätestens nach zwei Tagen hätte ich ein Angebot zu einer (und sei es temporären) Alternativlösung erwartet. Den Schlauch erstmal flicken, einen neuen Schlauch ausm Baumarkt oder bei einem befreundeten Radhändler besorgen. Der Möglichkeiten gibt es da sicher viele. Genutzt wurde leider keine. Beim nächsten Platten werde ich somit wohl wieder das Rad einzeln zur "Konkurrenz" fahren müssen, wo die Wartezeit lediglich (Ersatzteilverfügbarkeit vorausgesetzt) eine halbe Stunde Einkaufen beträgt. Eigentlich schade, da ich die Händler im eigenen Ort lieber unterstützen/nutzen würde (von den kürzeren Wegen ganz abgesehen).

Mit freundlichen Grüßen,
$REALNAME(tarzun)

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2 Trackbacks zu "Deutschland, ein Winter^We Servicewüste"

  1. tarzun 29/05/2006 um 13:16
    Kaum zu glauben. Nachdem ich mich mal per Mail/Fax bitterlich bei GMX (weil die mich nicht als DSL-Wechsler von 1&1 nehmen wollten und Kündigung+Neuanschluß+Wartezeit erzwangen) erfolglos ausgeheult hab, scheint meine Beschwerde von letzter Woche be
  2. tarzun 01/06/2006 um 20:38
    So, nachdem ich hier über die eher mäßige Serviceleistung des lokalen Fahrradfritzen berichtete und sein "Wiedergutmachungs-Angebot" erwähnte folgt nun Teil Drei und Schluß (hofft man jedenfalls). Vorneweg: Der geflickte Schlauch war ja sei

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